Auf dem Areal einer Zementfabrik entsteht ein neues Quartier mit hohem Wohnkonfort.
GESCHICHTE UND LAGE
Das Entwicklungsgebiet Nova befindet sich im ebenen Talboden zwischen dem Fluss Muota und der Gotthardlinie, unweit des Bahnhofs von Brunnen. Das Ortszentrum und das Ufer des Vierwaldstättersees liegen rund anderthalb Kilometer weiter südwestlich. Das Areal mit einer Grundstücksfläche von 52'073 m2 diente während mehr als hundert Jahren als Zementwerk. Seine Erstellung war einst mit dem Bau der Gotthardlinie verbunden. 2008 wurde der Betrieb eingestellt. Nach einer Phase der Zwischennutzung ging das Areal an die HRS Investment über. Es begann die Entwicklung flexibler Arbeits- und Lebenswelten mit städtischem Charakter.
Der etwas über 350 Meter lange und 75 Meter breite Geländestreifen wurde in diverse Abschnitte gegliedert, in denen nach einem Gestaltungsplan parallel zum Fluss ausgerichteten Gebäude mit Wohn- und Dienstleistungsflächen geplant sind. Die Anordnung von langen Volumen in Bahnnähe schirmen das Areal vom Verkehrslärm ab. Bestehende Bausubstanz wird in die Siedlung integriert; zwei direkt an der Muota stehenden Fabrikgebäude bleiben in ihrer äusseren Erscheinung als identitätsstiftende Zeitzeugen erhalten und werden zu Wohnbauten mit Lofts umgebaut. Der Silo des einstigen Zementwerks bleibt als Zeitzeuge erkennbar und wird in ein Geschäftshaus umgebaut. Die erste Etappe der Bebauung schliesst unmittelbar südlich und westlich an den Silo an. Sie bildet den zum Ortszentrum orientierten Auftakt des Gesamtareals.
KONZEPT UND ARCHITEKTUR
Die erste Etappe besteht aus vier punktförmigen siebengeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 101 modernen 2.5 bis 5-5-Zimmer-Mietwohnungen. Die Volumen stehen auf einer gemeinsamen Einstellhalle und sind seitlich so zueinander versetzt, dass alle Wohnungen über einen grosszügigen Ausblick in die Umgebung verfügen. Der Aussenraum ist als Parklandschaft konzipiert, mit Spielplätzen ausgestattet und ins Wegnetz des Quartiers integriert. Es besteht ein direkter Zugang zur Uferpromenade entlang der Muota. Die Aussenraumgestaltung schafft viele Sickerflächen, die Bepflanzung sorgt für Schattenräume. Die Begrünung unterstützt die Klimatisierung und Durchlüftung des Aussenraums.
Bei allen vier Wohnhäusern ist das Erdgeschoss über einem Betonsockel als Hochparterre ausgebildet. Die Balkone auf diesem Niveau sind aber mit Treppen ausgestattet, so dass ein direkter Zugang zu einem kleinen Gartenraum besteht. Über den sechs Regelgeschossen und der allseitig über die Balkone vorkragenden Dachplatte thront jeweils ein Attikageschoss mit einer grosszügigen Terrassenfläche. Sowohl die Ausbildung der Dachkanten wie auch die Klinkerfassaden des Zweischalenmauerwerks erinnern an die industrielle Vergangenheit des Areals und schaffen einen Anschluss an die Bestandsbauten. Erschliessungstechnisch handelt es sich bei den Häusern um Vierspänner: Von einem zentralen Treppenhaus mit Lift werden jeweils vier Geschosswohnungen erschlossen, die alle eine Gebäudeecke einnehmen und somit in zwei Richtungen orientiert sind. Charakteristisch für die Bauten sind die Eckloggien mit weissen Betonbrüstungen, die als Balkone aus den Volumen vorspringen.
Die Wohnungen entwickeln sich vom Eingang im Zentrum des Volumens zur Loggia in den Gebäudeecken. Diese Diagonale bildet in den Wohnungen ein abgewinkeltes Raumkontinuum mit der gemeinschaftlichen Wohnzone, an dem die Zimmer, das Bad und die Wohnküche liegen. Die Räume sind mit Parkettböden in Eiche gebürstet, matt versiegelt, belegt, der Abrieb der Wände und der Weissputz der Decken reflektieren das Licht. Ein Smart Home-System sorgt für die Steuerung und die angenehme Bedienung von Beleuchtung, Sonnenschutz, Heizung und Lüftung. Den Mietparteien stehen « Living Services » als smarter und unkomplizierter Dienst für Themen rund um die Wohnungen, etwa für das Informationsmanagement via Pinnwand, Community-Funktionen oder Kontaktmöglichkeiten mit der Bewirtschaftung zur Verfügung.
NACHHALTIGKEIT
Die Überbauung ist zertifiziert von Minergie greenproperty® Status Gold. Sie bezieht Fernwärme von der nahe gelegenen Agro Energie Schwyz AG. Die Verteilung der Wärme erfolgt via Fussbodenheizung, eine Einzelraumregulierung erlaubt individuellen Komfort. Die Häuser sind mit einer zentralen kontrollierten Wohnungslüftungsanlage ausgerüstet, auf den Dächern produzieren Photovoltaikanlagen elektrischen Strom.











