ETH-Bautrakt HCP

Bâtiments administratif et commerces

Bâtiments administratif et commerces

ETH-Bautrakt HCP, Zürich-Hönggerberg

LAGE/GESCHICHTE

Das Büro- und Seminargebäude HCP ist Teil des ETH Campus auf dem Hönggerberg, einem Hügelrücken fünf Kilometer nordwestlich des Zentrums der Stadt Zürich. Die Aussenstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule steht auf der grünen Wiese und wird von grösseren Waldgebieten eingefasst. Die Forschungs- und Institutsgebäude entstanden ab den 1970er Jahren in mehreren Etappen. Mit dem Masterplan „Science City“ entwickelt sich der Standort derzeit zu einem vollwertigen Stadtquartier mit Wohnungen, Läden und kulturellem Angebot.

Der Neubau HCP bildet den südlichen Abschluss des Campusgeländes. Das rund 200 Meter lange und 20 Meter breite Bauwerk verläuft quer zum Hang, der vom Waldrand sanft nach Nordwesten, zur Erschliessungsstrasse abfällt. Es ist dem grossen, kammartigen HCI-Trakt vorgelagert. HRS betreute das Projekt als Totalunternehmer mit Übernahme der vollen Kosten-, Qualitätsund Termingarantie.

KONZEPT/ARCHITEKTUR

HCP beherbergt 230 Arbeitsplätze und vier Seminarräume. Der Entwurf von Züst Gübeli Gambetti Architektur und Städtebau AG ging aus einem Gesamtleistungswettbewerb hervor, den HRS 2011 durchführte. In seiner Erscheinung präsentiert sich HCP als nüchterner Zweckbau mit einer einheitlichen Fassade. Diese besteht aus einer Abfolge von schmalen, geschosshohen Fenstern und geschlossenen Elementen gleicher Breite. Der gleichmässige Rhythmus der Fassade verschiebt sich auf jeder Etage um ein Feld. Insgesamt besitzt das nicht unterkellerte Gebäude fünf Geschosse. Diese sind aber gemäss dem Verlauf des Terrains so abgetreppt, dass nirgends mehr als zwei Vollgeschosse übereinanderliegen.

Die Grundrisse sind als Dreibünder organisiert; zwei Längskorridore erschliessen die Raumzonen entlang der Fassaden und fassen eine Mittelzone ein, in denen die vier Treppenhäuser, die Sanitärzellen, Dienst- und Besprechungsräume angeordnet sind.

BESONDERHEITEN

Ursprünglich war das Gebäude als Provisorium geplant. Ausgeführt wurde es schliesslich als permanente Struktur in Stahlbeton-Skelettbauweise. Zur Stabilisierung des Gebäudes gegen Erdbeben- und Windeinwirkungen dienen die betonierten Treppenhäuser sowie einzelne Wandscheiben. Die Aussteifungselemente lassen sich nicht in ein Untergeschoss einspannen und werden durch Reibung und durch den Randriegel in den Baugrund abgetragen. Die vertikalen Lasten werden mit Rammpfähle (Druck und Zug) in den Baugrund eingeleitet. Im Vordergrund der Tragwerksplanung stand die flexible Nutzung sowie die freie Grössendimensionierbarkeit der Büroeinheiten. Die Flachdächer sind zum Teil als Terrassen nutzbar. Die „Kaskade“ der abgetreppten Geschosse bildet keinen undurchlässigen Riegel. Vor den Höfen des benachbarten HCP-Gebäudes sind die oberen Etagen aufgeständert. Dadurch entsteht Raum für gedeckte, rund 40 Meter lange Aufenthaltsund Eingangszonen. Unter dem Gebäude hindurch schweift der Blick in Richtung Limmattal.

Energetisch punktet das Gebäude HCP mit einer selbstregulierenden Heizung / Kühlung über ein thermoaktives Bauteil-System. Eine dezentrale Lüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima.


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Code de référence: 1/12026D
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