GESCHICHTE/LAGE
Kerzers liegt im Seebezirk des Kantons Freiburg, in fast gleicher Entfernung zu Bern, Biel, Neuenburg und Freiburg. Im neu erschlossenen Industriegebiet der Gemeinde hat Blumenbörse West Genossenschaft ihren neuen Engros-Markt für die Region gebaut. Die Blumenbörse West bietet bietet ein vielseitiges Angebot an Blumen, Pflanzen, frischen Schnittblumen, Garten- und Pflanzenartikeln sowie ein Dekorationsartikel-Sortiment. Die Immobilienentwicklerin und Totalunternehmerin Losinger Marazzi hat das Projekt entwickelt und realisiert – von der Idee bis zur Übergabe des Neubaus im November 2024. Das beeindruckende Gebäude in Holz-Hybridbauweise realisiert und vereint Funktionalität und Ästhetik in einzigartiger Weise. Die durchdachte Raumgestaltung und die aussergewöhnliche Architektur sind perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt.
KONZEPT/ARCHITEKTUR /WOHLBEFINDEN
Die BLUMENBÖRSE WEST dient als Ersatz für den früheren Hauptsitz in Bern, der für die Blumenbörse West Genossenschaft und ihre rund 40 Mitarbeitenden zu klein geworden war. Der Neubau liegt für eine grössere Kundschaft viel zentraler. Losinger Marazzi führte bereits 2018 erste Gespräche mit dem Kunden und konnte im Jahr 2020 und konnte im Jahr 2020 eine geeignete Parezelle von 20000 m2 in Kerzers für ihn finden. Losinger Marazzi begleitete den Kunden auch bei der Kreditsuche und dem Verkauf des alten Standorts.
Das Projekt hat Losinger Marazzi mit dem Architekturbüro Kunik de Morsier in Holzhybridweise entwickelt und aus Schweizer Holz realisiert. Die Geometrie des zweistöckigen Neubaus kombiniert Innovationen aus dem Bereich Holzbau mit Funktionalität und Effizienz. Ein Highlight ist die Holz-Kuppel, die den zentralen Marktplatz des Gebäudes überdacht. Der Marktplatz gewährt Zugang zu Gewächshaus, Blumenhalle, Gärtnerei, Gartenzubehör, Cafeteria und Schulungsbereich ermöglicht. Das Atrium über dem Marktplatz durchflutet den Raum mit Licht und schafft eine warme Atmosphäre, die zum Austausch einlädt. Ein 4000 m2 grosses Glashaus für den Verkauf von Saison- und Zimmerpflanzen vervollständigt das Projekt. Die Materialität des Projekts spiegelt die Balance zwischen Technik und Wohnlichkeit wider. Am Rand des Dorfes und der Felder fügt sich das Gebäude diskret in seine Umgebung ein. Die Ausführungsarbeiten dauerten rund 18 Monate. Losinger Marazzi konnte den Neubau im November 2025 planmässig der zufriedenen Bauherrschaft übergeben.
ENERGIEKONZEPT/NACHHALTIGKEIT
Im Erdgeschoss bestehen mehrere Trennwände aus selbsttragenden Lehmziegeln, so genannten Terrablocs. Diese werden aus Aushub ohne Zement hergestellt, was den CO2 -Ausstoss erheblich reduziert. Weitere Beiträge an die Nachhaltigkeit sind ein Rückhaltebecken für Regenwasser zur Bewässerung der Pflanzen. Eine Photovoltaikanlage und die Energieversorgung durch Fernwärme aus einem Holzkraftwerk vervollständigen die Bemühungen zur Ressourcenschonung.
LABEL SCHWEIZER HOLZ
Die BLUMENBÖRSE WEST trägt das Gütesiegel «Schweizer Holz» – ein Beleg für nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung, Gewässer-, Boden- und Klimaschutz, Förderung der Artenvielfalt sowie Nachvollziehbarkeit der Herkunft. Die neue Blumenbörse erhielt das Label Schweizer Holz von Lignum. Es bescheinigt, dass so gelabelte Holzprodukte zu mindestens 80% aus Schweizer Holz bestehen. In vier Monaten Bauzeit wurden für die BLUMENBÖRSE WEST 560 m3 Schweizer Holz verbaut, was einem Anteil von rund 85% der Tragstruktur entspricht. Die Fassade des Gebäudes weist im Erdgeschoss eine Holzaussenschalung von 34 m3 aus 100% Schweizer Tanne auf.
BESONDERHEITEN/HERAUSFORDERUNGEN
Ein Neubau wie die BLUMENBÖRSE WEST mit der Schnittstelle zu Holz-, Beton- und Metallbau ist im Industriebau bei Losinger Marazzi einzigartig. Diese besondere Herausforderung konnte dank dem vorhandenen Know-how und der guten Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten erfolgreich gemeistert werden. Die Projektentwicklung gemeinsam mit dem Expertengremium des Kunden stand im Zeichen einer stetigen Ausgewogenheit zwischen spezifischer Nutzung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Das Bodenschutzkonzept des Kantons und der Gemeinde verlangte eine konsequente Wiederverwertung des «wertvollen», fruchtbaren Oberbodens in der für die Gemüseproduktion bekannten Gemeinde Kerzers.














